Landschaft
Spiegel unserer Gesellschaft
 
 
Landschaften entstehen im Zusammenspiel von Natur und menschlicher Kultur. Landschaften sind die Lebensgrundlage für Menschen, Pflanzen und Tiere. Landschaften beeinflussen unser Wohlbefinden und unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. Und schließlich sind Landschaften dynamische Wirkungsgefüge, die sich ständig verändern – in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden vor allem durch den Menschen.
 
 
Funktionen der Landschaft
 
•   Lebensraum. Von menschlichen Tätigkeiten und Nutzungen unbeeinflusste Naturlandschaften sind in Mitteleuropa nur sehr eingeschränkt erhalten. Kulturlandschaften hingegen sind durch die traditionelle Bewirtschaftung geprägt. Sie haben sich über Jahrhunderte entwickelt. Durch seine Bewirtschaftung schuf der Mensch neue Lebensräume und steigerte die Artenvielfalt. Zumindest bis ins 19. Jahrhundert.
=> mehr zum Thema Biodiversität
 
•   Archive der Erdgeschichte. Landschaften sind Ergebnis von über Millionen Jahre andauernden Entwicklungen: von Meeren überspült, zu Gebirgen aufgefaltet, von Gletschern abgetragen und immer wieder neu zusammengefügt. Geotope sind als Zeugen dieser wechselvollen Geschichte besonders erhaltenswert.
 
•   Archive der Kulturgeschichte. In Kulturlandschaften spiegeln historisch gewachsene Elemente und Strukturen die Lebensgewohnheiten früherer Gesellschaften wider.
 
•   Wirtschaftsraum. Landschaft bildet die Grundlage für unsere Wirtschaft. Nicht nur für die Land- und Forstwirtschaft, auch für Industrie, Gewerbe und Tourismus. Die Landschaftsqualität ist zudem ökonomisch relevant, sie beeinflusst zB die Standortattraktivität.
 
•   Erlebnisraum. Landschaft zu erleben ist für unser Wohlbefinden wichtig. Wind und Wetter, Natur und Kultur, Erholung, Herausforderung und Abenteuer: Die Qualität der Landschaft bestimmt unsere Wahrnehmung. Diese kann auch negativ sein, zB in einer verlärmten oder vermüllten Umgebung.
=> mehr zum Thema Freizeit und Sport
 
•   Identifikationsraum. Unsere Beziehung zur Landschaft ist eng verbunden mit dem Gefühl von Heimat, mit Erinnerungen und Werthaltungen. Die Orte der Kindheit sind oft emotional wichtig, wir fühlen uns mit Orten verbunden, an denen wir schöne und intensive Erfahrungen gemacht haben. Ideal, wenn die Landschaft unserer Wohnumgebung zum Ort der Vertrautheit wird, in dem wir uns zuhause fühlen.
 
 
Landschaftswandel
 
Heute verändert der Mensch die Landschaft stärker denn je. Viele Landschaften sind inzwischen zersiedelt, ausgeräumt, geometrisiert und fragmentiert. Mit dem Verlust prägender Landschaftselemente und naturnaher Lebensräume verliert die Landschaft ihre Identität.
 
•   Veränderung der Geländeformen. Intakte Geländeformen sind wesentliches Element naturnaher und „schöner“ Landschaften. Mit modernen Geräten sind in kurzer Zeit große Geländeveränderungen möglich, etwa zur Gewinnung von Rohstoffen oder für den Straßenbau. Dies zerstört das landschaftliche Grundgerüst innerhalb kurzer Zeit.
 
•   Intensivierung der Landnutzung. Rationellere Landbewirtschaftung mit Ausbau des Wegenetzes, großflächig intensivem Maschineneinsatz, Be- oder Entwässerung führen zur Verarmung und Vereinheitlichung der Kulturlandschaft.
 
•   Verlust von Kleinstrukturen. Hecken, Einzelbäume, Ufergehölze, Feldraine, Lesesteinhaufen, Trockenmauern, Kleingewässer oder kleine ungenutzte Randflächen sind wichtige Elemente traditioneller Kulturlandschaften. Obwohl flächenmäßig oft wenig bedeutend, prägen Kleinstrukturen das Landschaftsbild und werten den gesamten Lebensraum auf. Noch immer übersteigt in vielen Regionen die Zahl gerodeter Obstbäume jener der neu gepflanzten.
=> mehr zum Thema Hecken und Feldgehölze
=> mehr zum Thema Trockenmauern und Steinhaufen
=> mehr zum Thema Amphibienlaichgewässer anlegen
=> mehr zum Thema Ruderalflächen
=> mehr zum Thema Streuobstwiesen
 
•   Monotonisierung und Verstädterung. Selbst in Gegenden mit Bevölkerungsstagnation nimmt die verbaute Fläche zu, weil der pro Einwohner zur Verfügung stehende Wohnraum deutlich größer geworden ist. Siedlungen und Betriebsflächen dringen in die Landschaft weiter vor. Damit verbunden sind die Vernachlässigung traditioneller Siedlungsstrukturen, regionaler Bauweisen und eine Monotonisierung des Landschaftsbildes.
 
•   Lebensraumfragmentierung: Folge der größeren individuellen Mobilität ist die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrsanlagen und andere Infrastrukturen
=> mehr zum Thema Problem Landschaftszerschneidung
 
•   Emissionen: Lärm, Licht und Abgase beeinträchtigen Wohngebiete und naturnahe Landschaften. Damit verbundene Schadstoff- und Nährstoffverfrachtungen wirken weit über die Emissionsquellen hinaus und beeinflussen auch Landschaften weitab der Zivilisation.
=> mehr zum Thema Lärm und Naturschutz
=> mehr zum Thema Lichtverschmutzung
 
 
Aspekte des Landschaftsschutzes
 
Landschaftsschutz bedeutet:
•   Aktive Raumplanung: Die Landschaftsentwicklung ist über die Instrumente der Raumplanung vorausschauend zu steuern, Freiräume und vom Menschen wenig beeinflusste Gebiete sind zu bewahren. Naturlandschaften, ökologisch wertvolle Lebensräume und natürliche Landschaftsformen benötigen rechtlichen Schutz; traditionelle Kulturlandschaften sind schonend zu entwickeln und zu pflegen. Ein haushälterischer Umgang mit der Ressource „Landschaft“, sich überlagernde Nutzungen und eine professionelle Raumplanung vermindern den Landschaftsverbrauch durch Infrastrukturen. Für die Region typische Bauweisen erhalten ein intaktes Landschafts- und Ortsbild. Dazu zählen auch natur- und kulturhistorische bedeutsame Stätten und Denkmäler in einem sinngebenden Umfeld.
=> mehr zum Thema Landschaftsästhetik
=> mehr zum Thema Stichwort Flächenverbrauch
 
•   Landschaftsinventare: Ein Verzeichnis der wertvollen und erhaltenswerten Landschaftselemente und –bestandteile ist eine wichtige Grundlage für den nachhaltigen Landschaftsschutz. Bei der Beurteilung von Landschaften sollten stärker als bisher sämtliche Aspekte der Landschaftswahrnehmung berücksichtigt werden, da sich Landschaften nicht ausschließlich über ihre Natürlichkeit und das Landschaftsbild definieren. Aspekte wie Geräuschkulisse, selbst Gerüche sind wertbestimmende Faktoren.
 
•   Nutzungen an den natürlichen Standortverhältnissen ausrichten. Eine vielfältige, abgestufte und schonende Landnutzung, die die Regeneration erneuerbarer Ressourcen zuläßt, ist grundlegender Bestandteil eines umfassenden Landschaftsschutzes. Im Idealfall werden dabei Übergänge zwischen unterschiedlichen Nutzungen als naturnahe Lebensräume und zur Gestaltung der Landschaft erhalten.
 
•   Landschaftspflege: Nutzungen müssen sich an den lokalen Standortverhältnissen orientieren. Eine vielfältige, abgestufte und schonende Landnutzung, die auch die Regeneration erneuerbarer Ressourcen berücksichtigt, ist integraler Bestandteil eines umfassenden Kulturlandschaftsschutzes. Naturnahe Übergänge zwischen unterschiedlichen Nutzungen werten die Landschaft auf.
 
•   Landschaftsentwicklung: Es sind Leitbilder für Kulturlandschaften zu entwickeln. Gerade in dicht besiedelten Gebieten sind Ausgleichsräume für Erholung und Freizeit wesentliche Aufgabe einer Landschaftsentwicklung – auch mit dem Ziel, sensible Lebensräume zu entlasten. Oft lassen sich intensiv genutzte Landschaften zugleich ökologisch aufwerten und für Besucher attraktiver gestalten. Innovative Ideen sind gefragt.
=> mehr zum Thema Naturschutzleitbilder
 
•   Die Europäische Landschaftskonvention stellt eine wichtige Grundlage für en Landschaftsschutz in Europa auf internationaler Ebene dar.
 
 
Unterlagen / Links
 
BAFU – Thema Landschaft: www.bafu.admin.ch/landschaft/
M. Stremlow (2008): BAFU-Begriffsverständnis ‚Landschaft’. Bundesamt für Umwelt (BAFU), 5. S.
econcept (2002): Plausibilisierung Nutzenschätzung Landschaft für den Tourismus. Download pdf (192 kb)
W. Büchi, R. Galli, B. Marty Kälin, P. Uelfeti & H. Weiss: Leitfaden Landschaftsverträglichkeit. Teil 1: Landschaftsverträgliche Ausgestaltung bzw. Prüfung der Landschaftsverträglichkeit von Planfestsetzungen und Projekten (pdf 586 kb), Teil 2: Prüfung der Landschafts- und Raumverträglichkeit in Planungs- und Projektierungsverfahren (pdf 1.026 kb)
J. Kleiner & H.-M. Schmitt (2001): Landschaftsgerecht planen und bauen. SIA-Dokumentation D 0167. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich, 86 S.
Natural England (2010): Illustrated guide to managing historic environment features. Natural England Technical Information Note TIN086, 7 S., Download pdf (1.044 kb)
M. Schweiggl (2007): Landschaftseingriffe und Ausgleichsmaßnahmen. Autonome Provinz Bozen, 21 S., Download pdf (1.354 kb)
M. Dolar-Donà, N. Ecke, A. Höller-Gresser, H. Hölzl & S. Rieder (2008): Grün planen. Autonome Provinz Bozen, 24 S., Download pdf (6.071 kb)
A. Stuber (2008): Qualität von Natur und Landschaft: Instrument zur Bewertung. Handbuch für die Feldaufnahmen und die Auswertung. Anhang zur Mitteilung des BAFU als Vollzugsbehörde «Pärke von nationaler Bedeutung. Richtlinie für Planung, Errichtung und Betrieb von Pärken». Umwelt-Vollzug 0802. Bundesamt für Umwelt (BAFU), Bern, 47 S., Download pdf (192 kb)
S. L. Dumyahn & B. C. Pijanowski (2011): Soundscape conservation. Landscape Ecology 26 (9): 1327-1344
J. Bergsted (2011): Biotopschutz in der Praxis. Grundlagen - Planung - Handlungsmöglichkeiten. Wiley-VCH, 340 S.
E. Jedicke, W. Frey & M. Hundsdorfer (1993): Praktische Landschaftspflege. Grundlagen und Maßnahmen. Eugen Ulmer, Stuttgart, 310 S.
Landschaftswandel in Vorarlberg: www.landschaftswandel.net
 
 
letzte Änderung Februar 2012, © UMG
 
   

 
 
Landschaft
Spiegel unserer Gesellschaft
 
Landschaften entstehen im Zusammenspiel von Natur und menschlicher Kultur. Landschaften sind die Lebensgrundlage für Menschen, Pflanzen und Tiere. Landschaften beeinflussen unser Wohlbefinden und unsere wirtschaftlichen Aktivitäten. Und schließlich sind Landschaften dynamische Wirkungsgefüge, die sich ständig verändern – in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden vor allem durch den Menschen.
 
 
Funktionen der Landschaft
 
•   Lebensraum. Von menschlichen Tätigkeiten und Nutzungen unbeeinflusste Naturlandschaften sind in Mitteleuropa nur sehr eingeschränkt erhalten. Kulturlandschaften hingegen sind durch die traditionelle Bewirtschaftung geprägt. Sie haben sich über Jahrhunderte entwickelt. Durch seine Bewirtschaftung schuf der Mensch neue Lebensräume und steigerte die Artenvielfalt. Zumindest bis ins 19. Jahrhundert.
=> mehr zum Thema Biodiversität
 
•   Archive der Erdgeschichte. Landschaften sind Ergebnis von über Millionen Jahre andauernden Entwicklungen: von Meeren überspült, zu Gebirgen aufgefaltet, von Gletschern abgetragen und immer wieder neu zusammengefügt. Geotope sind als Zeugen dieser wechselvollen Geschichte besonders erhaltenswert.
 
•   Archive der Kulturgeschichte. In Kulturlandschaften spiegeln historisch gewachsene Elemente und Strukturen die Lebensgewohnheiten früherer Gesellschaften wider.
 
•   Wirtschaftsraum. Landschaft bildet die Grundlage für unsere Wirtschaft. Nicht nur für die Land- und Forstwirtschaft, auch für Industrie, Gewerbe und Tourismus. Die Landschaftsqualität ist zudem ökonomisch relevant, sie beeinflusst zB die Standortattraktivität.
 
•   Erlebnisraum. Landschaft zu erleben ist für unser Wohlbefinden wichtig. Wind und Wetter, Natur und Kultur, Erholung, Herausforderung und Abenteuer: Die Qualität der Landschaft bestimmt unsere Wahrnehmung. Diese kann auch negativ sein, zB in einer verlärmten oder vermüllten Umgebung.
=> mehr zum Thema Freizeit und Sport
 
•   Identifikationsraum. Unsere Beziehung zur Landschaft ist eng verbunden mit dem Gefühl von Heimat, mit Erinnerungen und Werthaltungen. Die Orte der Kindheit sind oft emotional wichtig, wir fühlen uns mit Orten verbunden, an denen wir schöne und intensive Erfahrungen gemacht haben. Ideal, wenn die Landschaft unserer Wohnumgebung zum Ort der Vertrautheit wird, in dem wir uns zuhause fühlen.
 
 
Landschaftswandel
 
Heute verändert der Mensch die Landschaft stärker denn je. Viele Landschaften sind inzwischen zersiedelt, ausgeräumt, geometrisiert und fragmentiert. Mit dem Verlust prägender Landschaftselemente und naturnaher Lebensräume verliert die Landschaft ihre Identität.
 
•   Veränderung der Geländeformen. Intakte Geländeformen sind wesentliches Element naturnaher und „schöner“ Landschaften. Mit modernen Geräten sind in kurzer Zeit große Geländeveränderungen möglich, etwa zur Gewinnung von Rohstoffen oder für den Straßenbau. Dies zerstört das landschaftliche Grundgerüst innerhalb kurzer Zeit.
 
•   Intensivierung der Landnutzung. Rationellere Landbewirtschaftung mit Ausbau des Wegenetzes, großflächig intensivem Maschineneinsatz, Be- oder Entwässerung führen zur Verarmung und Vereinheitlichung der Kulturlandschaft.
 
•   Verlust von Kleinstrukturen. Hecken, Einzelbäume, Ufergehölze, Feldraine, Lesesteinhaufen, Trockenmauern, Kleingewässer oder kleine ungenutzte Randflächen sind wichtige Elemente traditioneller Kulturlandschaften. Obwohl flächenmäßig oft wenig bedeutend, prägen Kleinstrukturen das Landschaftsbild und werten den gesamten Lebensraum auf. Noch immer übersteigt in vielen Regionen die Zahl gerodeter Obstbäume jener der neu gepflanzten.
=> mehr zum Thema Hecken und Feldgehölze
=> mehr zum Thema Trockenmauern und Steinhaufen
=> mehr zum Thema Amphibienlaichgewässer anlegen
=> mehr zum Thema Ruderalflächen
=> mehr zum Thema Streuobstwiesen
 
•   Monotonisierung und Verstädterung. Selbst in Gegenden mit Bevölkerungsstagnation nimmt die verbaute Fläche zu, weil der pro Einwohner zur Verfügung stehende Wohnraum deutlich größer geworden ist. Siedlungen und Betriebsflächen dringen in die Landschaft weiter vor. Damit verbunden sind die Vernachlässigung traditioneller Siedlungsstrukturen, regionaler Bauweisen und eine Monotonisierung des Landschaftsbildes.
 
•   Lebensraumfragmentierung: Folge der größeren individuellen Mobilität ist die Zerschneidung von Lebensräumen durch Verkehrsanlagen und andere Infrastrukturen
=> mehr zum Thema Problem Landschaftszerschneidung
 
•   Emissionen: Lärm, Licht und Abgase beeinträchtigen Wohngebiete und naturnahe Landschaften. Damit verbundene Schadstoff- und Nährstoffverfrachtungen wirken weit über die Emissionsquellen hinaus und beeinflussen auch Landschaften weitab der Zivilisation.
=> mehr zum Thema Lärm und Naturschutz
=> mehr zum Thema Lichtverschmutzung
 
 
Aspekte des Landschaftsschutzes
 
Landschaftsschutz bedeutet:
•   Aktive Raumplanung: Die Landschaftsentwicklung ist über die Instrumente der Raumplanung vorausschauend zu steuern, Freiräume und vom Menschen wenig beeinflusste Gebiete sind zu bewahren. Naturlandschaften, ökologisch wertvolle Lebensräume und natürliche Landschaftsformen benötigen rechtlichen Schutz; traditionelle Kulturlandschaften sind schonend zu entwickeln und zu pflegen. Ein haushälterischer Umgang mit der Ressource „Landschaft“, sich überlagernde Nutzungen und eine professionelle Raumplanung vermindern den Landschaftsverbrauch durch Infrastrukturen. Für die Region typische Bauweisen erhalten ein intaktes Landschafts- und Ortsbild. Dazu zählen auch natur- und kulturhistorische bedeutsame Stätten und Denkmäler in einem sinngebenden Umfeld.
=> mehr zum Thema Landschaftsästhetik
=> mehr zum Thema Stichwort Flächenverbrauch
 
•   Landschaftsinventare: Ein Verzeichnis der wertvollen und erhaltenswerten Landschaftselemente und –bestandteile ist eine wichtige Grundlage für den nachhaltigen Landschaftsschutz. Bei der Beurteilung von Landschaften sollten stärker als bisher sämtliche Aspekte der Landschaftswahrnehmung berücksichtigt werden, da sich Landschaften nicht ausschließlich über ihre Natürlichkeit und das Landschaftsbild definieren. Aspekte wie Geräuschkulisse, selbst Gerüche sind wertbestimmende Faktoren.
 
•   Nutzungen an den natürlichen Standortverhältnissen ausrichten. Eine vielfältige, abgestufte und schonende Landnutzung, die die Regeneration erneuerbarer Ressourcen zuläßt, ist grundlegender Bestandteil eines umfassenden Landschaftsschutzes. Im Idealfall werden dabei Übergänge zwischen unterschiedlichen Nutzungen als naturnahe Lebensräume und zur Gestaltung der Landschaft erhalten.
 
•   Landschaftspflege: Nutzungen müssen sich an den lokalen Standortverhältnissen orientieren. Eine vielfältige, abgestufte und schonende Landnutzung, die auch die Regeneration erneuerbarer Ressourcen berücksichtigt, ist integraler Bestandteil eines umfassenden Kulturlandschaftsschutzes. Naturnahe Übergänge zwischen unterschiedlichen Nutzungen werten die Landschaft auf.
 
•   Landschaftsentwicklung: Es sind Leitbilder für Kulturlandschaften zu entwickeln. Gerade in dicht besiedelten Gebieten sind Ausgleichsräume für Erholung und Freizeit wesentliche Aufgabe einer Landschaftsentwicklung – auch mit dem Ziel, sensible Lebensräume zu entlasten. Oft lassen sich intensiv genutzte Landschaften zugleich ökologisch aufwerten und für Besucher attraktiver gestalten. Innovative Ideen sind gefragt.
=> mehr zum Thema Naturschutzleitbilder
 
•   Die Europäische Landschaftskonvention stellt eine wichtige Grundlage für en Landschaftsschutz in Europa auf internationaler Ebene dar.
 
 
Unterlagen / Links
 
BAFU – Thema Landschaft: www.bafu.admin.ch/landschaft/
M. Stremlow (2008): BAFU-Begriffsverständnis ‚Landschaft’. Bundesamt für Umwelt (BAFU), 5. S.
econcept (2002): Plausibilisierung Nutzenschätzung Landschaft für den Tourismus. Download pdf (192 kb)
W. Büchi, R. Galli, B. Marty Kälin, P. Uelfeti & H. Weiss: Leitfaden Landschaftsverträglichkeit. Teil 1: Landschaftsverträgliche Ausgestaltung bzw. Prüfung der Landschaftsverträglichkeit von Planfestsetzungen und Projekten (pdf 586 kb), Teil 2: Prüfung der Landschafts- und Raumverträglichkeit in Planungs- und Projektierungsverfahren (pdf 1.026 kb)
J. Kleiner & H.-M. Schmitt (2001): Landschaftsgerecht planen und bauen. SIA-Dokumentation D 0167. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, Zürich, 86 S.
Natural England (2010): Illustrated guide to managing historic environment features. Natural England Technical Information Note TIN086, 7 S., Download pdf (1.044 kb)
M. Schweiggl (2007): Landschaftseingriffe und Ausgleichsmaßnahmen. Autonome Provinz Bozen, 21 S., Download pdf (1.354 kb)
M. Dolar-Donà, N. Ecke, A. Höller-Gresser, H. Hölzl & S. Rieder (2008): Grün planen. Autonome Provinz Bozen, 24 S., Download pdf (6.071 kb)
A. Stuber (2008): Qualität von Natur und Landschaft: Instrument zur Bewertung. Handbuch für die Feldaufnahmen und die Auswertung. Anhang zur Mitteilung des BAFU als Vollzugsbehörde «Pärke von nationaler Bedeutung. Richtlinie für Planung, Errichtung und Betrieb von Pärken». Umwelt-Vollzug 0802. Bundesamt für Umwelt (BAFU), Bern, 47 S., Download pdf (192 kb)
S. L. Dumyahn & B. C. Pijanowski (2011): Soundscape conservation. Landscape Ecology 26 (9): 1327-1344
J. Bergsted (2011): Biotopschutz in der Praxis. Grundlagen - Planung - Handlungsmöglichkeiten. Wiley-VCH, 340 S.
E. Jedicke, W. Frey & M. Hundsdorfer (1993): Praktische Landschaftspflege. Grundlagen und Maßnahmen. Eugen Ulmer, Stuttgart, 310 S.
Landschaftswandel in Vorarlberg: www.landschaftswandel.net  
 

 


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T +43 (0)5574 65564 | F +43 (0)5574 655644
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www.naturtipps.com/landschaft.html
Stand Februar 2012