Kirche und Naturschutz
Leben im Kirchturm und auf dem Friedhof
 
 
Schon vor rund eineinhalb Jahrtausenden wurden die ersten christlichen Kirchen errichtet. Friedhof und Kirchturm sind in vielen Siedlungsräumen die Ortsbild prägenden Bauten geblieben. Heute haben manche Sakralbauten große Bedeutung für den Artenschutz von Fledermäusen und Vogelarten wie Schleiereule, Turmfalke oder Mauersegler. Moderne Gebäude können diese Funktion meist nicht mehr bieten. Auch Friedhöfe sind Lebensräume für Säugetiere, Vögel oder Reptilien. Bereits einfache Maßnahmen helfen, Kirchengelände und Friedhöfe aufzuwerten. Für die Kirchengemeinde ist die ökologische Aufwertung des Kirchengeländes eine spannende Herausforderung – ganz im Sinn der christlichen Verantwortung, die Schöpfung zu bewahren.
 
=> mehr zum Thema Naturschutzbegründungen
 
 
Lebensraum Kirchturm
 
Kirchtürme sind Ersatzfelsen und -höhlen für Vögel und Fledermäuse. Zu den typischen Kirchturmbewohnern zählen Turmfalke, Schleiereule, Turmdohlen, Mauersegler und Schwalben. Feldermäuse schätzen vor allem die großen Wärme speichernden Dachstühle über dem Kirchenschiff. Mausohren und Graue Langohren bilden freihängende Kolonien in Dachstühlen, andere Fledermäuse bevorzugen Spalten und Nischen. Für diese oft bedrohten Arten sind ungestörte Ruhequartiere und Aufzuchtplätze wichtig.
 
•   Bei Renovierungsarbeiten ist darauf zu achten, dass Nistplätze und Quartiere erhalten und zugänglich bleiben. Spalten und Luken dürfen daher nicht verschlossen werden. Wichtig ist zudem die Strukturvielfalt mit Nischen und grobem Putz.
=> mehr zum Thema Artenschutz an Gebäuden
=> mehr zum Thema Fledermausschutz
 
•   Zur Abwehr von Stadttauben sollten Zugänge nicht vollständig vergittert werden. Oft reichen teilweise Absperrungen und gezielte Abwehrmaßnahmen auf Simsen, um Verschmutzungen am Gebäude durch den Taubenkot zu verhindern.
=> mehr zum Thema Stadttauben
 
•   Nisthilfen verbessern das Wohnraumangebot für Vögel und Fledermäuse. Die Nisthilfen für unterschiedliche Arten sollten möglichst nicht in unmittelbarer Nähe zueinander anbracht werden, und die Einflugöffnungen sollten möglichst auf der windabgekehrten Seite liegen. Vogelnistkästen direkt hinter den Einflugöffnungen verhindern das Kotproblem im Gebäudeinnern. An der Außenseite schützen Brettchen unter den Nestern vor Kotspuren an den Wänden.
=> mehr zum Thema Nisthilfen
 
 
Lebendige Friedhöfe
 
Für uns sind Friedhöfe Orte der Ruhe. Für Tiere und Pflanzen sind sie wichtige Lebensräume, vor allem in städtischer Umgebung. Besonders wertvoll sind großzügig angelegte, strukturreiche und naturnah gestaltete Friedhöfe.
 
•   Friedhofsbäume spenden nicht nur Schatten. Alte Laubbaumbestände bieten einer Vielzahl an Tieren Unterschlupf. Aus ökologischer Sicht sind höhlenreiche und absterbende Bäume besonders wertvoll und daher möglichst zu erhalten. Bei der Neupflanzung sind heimische Arten zu verwenden. Für Friedhöfe eignen sich vor allem tief wurzelnde Bäume wie Eiche oder Bergahorn, bei flach wurzelnden besteht die Gefahr von Schäden an den Gräbern.
=> mehr zum Thema Bäume in der Stadt
=> mehr zum Thema Neues Leben aus totem Holz
 
•   Zur Gliederung des Friedhofsgeländes, als Sicht- und Windschutz bieten sich Hecken aus heimischen Wildgehölzen an. Wildsträucher sind nicht nur robuster und für die Tierwelt wesentlich wertvoller, sondern oft auch deutlich kostengünstiger.
=> mehr zum Thema Bäume in der Stadt
=> mehr zum Thema Heimische Gehölze
 
•   Wenn möglich, sollte das Falllaub im Herbst unter den Gehölzen liegen gelassen werden. Gehölzschnitt lässt sich in einer ungestörten Ecke zu einem Asthaufen aufschichten.
 
•   Wege, Plätze und Parkmöglichkeiten am Friedhof müssen befestigt werden. Asphalt ist dafür aber meist nicht notwendig. Kies, Schotter, Rasen oder Holzgitter geben genügend Stabilität, sind aber wasserdurchlässig. Je geringer die Versiegelung desto weniger beeinträchtigt ist eine Fläche.
=> mehr zum Thema Versiegelung – Entsiegelung
 
•   Bei der Wildkrautbekämpfung auf den Wegen ist auf Herbizideinsatz zu verzichten. „Unkräuter“ lassen sich mit mechanischen oder thermischen Methoden beseitigen.
=> mehr zum Thema Straßenunterhalt ohne Gift
 
•   Auch Mauern und Steine sind Lebensräume. Fugenreiche Natursteinmauern dienen einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen als Unterschlupf. Besonders alte Mauern sind schützenswerte Sonderstandorte. Restaurierungen sind daher abschnittsweise und ohne Verschließen von Fugen und Ritzen durchzuführen. Strukturlose Betonmauern lassen sich durch eine Begrünung mit Kletterpflanzen aufwerten.
=> mehr zum Thema Trockenmauern und Steinhaufen
 
•   Grünflächen möglichst extensiv pflegen. Auch auf Rasenflächen lässt sich der Pflegeaufwand reduzieren, wenn robuste Staatgutmischungen mit einem großen Anteil an langsam wachsenden Untergräsern verwendet werden. Wird die Schnitthäufigkeit herabgesetzt, auf Düngung und Herbizide verzichtet, siedeln sich robuste Blumen wie Gänseblümchen, Löwenzahn, Ehrenpreis, Brunelle und Hahnenfuß an. Der Rasen wird bunter, bleibt aber trotzdem begehbar. Überall dort, wo keine Trittfestigkeit erforderlich ist, hat anstelle eines Rasens eine Blumenwiese Platz.
=> mehr zum Thema Öffentliche Grünflächen
=> mehr zum Thema Blumenwiese
=> mehr zum Thema Naturnahe Pflegemaßnahmen
 
•   Gibt es ungenützte Flächen, zB Reserveflächen für eine künftige Friedhofserweiterung, können diese zumindest zeitlich begrenzt der Natur zur Verfügung gestellt werden, indem sie einer natürlichen Entwicklung überlassen oder extensiv und naturnah gepflegt werden.
=> mehr zum Thema Ruderaldflächen
 
 
Naturtipps zur Grabpflege
 
Selbst auf den Gräbern lassen sich Aspekte des Artenschutzes berücksichtigen.
 
•   Die Grabbepflanzung sollte mit standorttypischen Arten durchgeführt werden. Es muss nicht immer die dreimal pro Jahr wechselnde Standardbepflanzung mit Stiefmütterchen, Begonie und Erika sein. Auch unter heimischen Pflanzen finden sich zahlreiche Arten mit Symbolcharakter. Kleines Immergrün und Efeu stehen beispielsweise für Ewigkeit und Unsterblichkeit. Eine kombinierte Bepflanzung aus Bodendeckern, Kleinsträuchern, Frühlingsblühern und sommergrünen Blütenstauden bringt das ganze Jahr hindurch Blüten hervor und garantiert Nahrung für Schmetterlinge und Wildbienen. Eine naturnahe, an die örtlichen Bodenverhältnisse angepasste Bepflanzung hilft zudem, den Wasserverbrauch in den Sommermonaten zu reduzieren.
 
•   Bei der Grabpflege ist auf Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Torf zu verzichten. Ist eine Abdeckung notwendig, sind Holzhäcksel und Rindenmulch geeignete Alternativen. Zur Bodenverbesserung eigenen sich Komposterde oder Rindenhumus. Ziel der Grabpflege ist das liebevolle Andenken an die Verstorbenen, nicht die übertriebene Ordnung und Sauberkeit.
=> mehr zum Thema Ökologische Gartenbewirtschaftung
 
•   Grabsteine aus rauem, regionalem Naturstein bieten Moosen und verschiedenen Flechten Lebensraum.
 
 
Abfallvermeidung auf Friedhöfen
 
•   Bei Gestecken und Kränzen ist darauf zu achten, dass sie aus verrottbaren Materialen bestehen. Geeignete Unterlagen sind Stroh, Holz oder Kartonreifen. Der Bindedraht sollte nicht lackiert oder beschichtet sein. Daher auch keinen Grabschmuck aus Plastikblumen verwenden.
 
•   Eine konsequente Abfalltrennung sollte auch auf dem Friedhof selbstverständlich sein. Insbesondere ist Kunstoffmüll zu vermeiden, indem beispielsweise wieder verwendbare Grablichter aus Glas eingesetzt werden.
 
•   Wird Grünmüll direkt auf dem Friedhofsgelände kompostiert, kann der entstehende Humus vor Ort wieder verwendet werden.
 
 
Unterlagen / Links
 
Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (Hrsg.) (2002): Handeln für die Schöpfung. Natur und Umwelt rund um den Kirchturm. Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA), Recklinghausen, Download auf www.nua.nrw.de
P. Conrad, G. Giese, K. Koch, B. Machatzi, J. Scharon, A. Schönlau, M. Schubert & H. Walligora (2004): Lebensraum Friedhof. Naturschutz auf Friedhöfen. Stiftung Naturschutz Berlin, 30 S., Download pdf (945 kb)
Bund für Umweltund Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Heidelberg (2014): Naturschutz auf dem Friedhof. Heidleberg, 5 S., Download pdf (550 kb)
Natural England: Bats in Churches: a management guide. Natural England Technical Information Note TIN043, 11 S., Download pdf (82 kb)
H. Diefenbacher (205): Kirchen und Lokale Agenda 21 – Der Beitrag von Kirchengemeinden für eine nachhaltige Entwicklung. Arbeitsmaterialie 40, Agenda Büro der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Karlsruhe, 62 S., Download pdf (362 kb)
 
 
letzte Änderung April 2009, © UMG
 
   

 
 
Kirche und Naturschutz
Leben im Kirchturm und auf dem Friedhof
 
Schon vor rund eineinhalb Jahrtausenden wurden die ersten christlichen Kirchen errichtet. Friedhof und Kirchturm sind in vielen Siedlungsräumen die Ortsbild prägenden Bauten geblieben. Heute haben manche Sakralbauten große Bedeutung für den Artenschutz von Fledermäusen und Vogelarten wie Schleiereule, Turmfalke oder Mauersegler. Moderne Gebäude können diese Funktion meist nicht mehr bieten. Auch Friedhöfe sind Lebensräume für Säugetiere, Vögel oder Reptilien. Bereits einfache Maßnahmen helfen, Kirchengelände und Friedhöfe aufzuwerten. Für die Kirchengemeinde ist die ökologische Aufwertung des Kirchengeländes eine spannende Herausforderung – ganz im Sinn der christlichen Verantwortung, die Schöpfung zu bewahren.
 
=> mehr zum Thema Naturschutzbegründungen
 
 
Lebensraum Kirchturm
 
Kirchtürme sind Ersatzfelsen und -höhlen für Vögel und Fledermäuse. Zu den typischen Kirchturmbewohnern zählen Turmfalke, Schleiereule, Turmdohlen, Mauersegler und Schwalben. Feldermäuse schätzen vor allem die großen Wärme speichernden Dachstühle über dem Kirchenschiff. Mausohren und Graue Langohren bilden freihängende Kolonien in Dachstühlen, andere Fledermäuse bevorzugen Spalten und Nischen. Für diese oft bedrohten Arten sind ungestörte Ruhequartiere und Aufzuchtplätze wichtig.
 
•   Bei Renovierungsarbeiten ist darauf zu achten, dass Nistplätze und Quartiere erhalten und zugänglich bleiben. Spalten und Luken dürfen daher nicht verschlossen werden. Wichtig ist zudem die Strukturvielfalt mit Nischen und grobem Putz.
=> mehr zum Thema Artenschutz an Gebäuden
=> mehr zum Thema Fledermausschutz
 
•   Zur Abwehr von Stadttauben sollten Zugänge nicht vollständig vergittert werden. Oft reichen teilweise Absperrungen und gezielte Abwehrmaßnahmen auf Simsen, um Verschmutzungen am Gebäude durch den Taubenkot zu verhindern.
=> mehr zum Thema Stadttauben
 
•   Nisthilfen verbessern das Wohnraumangebot für Vögel und Fledermäuse. Die Nisthilfen für unterschiedliche Arten sollten möglichst nicht in unmittelbarer Nähe zueinander anbracht werden, und die Einflugöffnungen sollten möglichst auf der windabgekehrten Seite liegen. Vogelnistkästen direkt hinter den Einflugöffnungen verhindern das Kotproblem im Gebäudeinnern. An der Außenseite schützen Brettchen unter den Nestern vor Kotspuren an den Wänden.
=> mehr zum Thema Nisthilfen
 
 
Lebendige Friedhöfe
 
Für uns sind Friedhöfe Orte der Ruhe. Für Tiere und Pflanzen sind sie wichtige Lebensräume, vor allem in städtischer Umgebung. Besonders wertvoll sind großzügig angelegte, strukturreiche und naturnah gestaltete Friedhöfe.
 
•   Friedhofsbäume spenden nicht nur Schatten. Alte Laubbaumbestände bieten einer Vielzahl an Tieren Unterschlupf. Aus ökologischer Sicht sind höhlenreiche und absterbende Bäume besonders wertvoll und daher möglichst zu erhalten. Bei der Neupflanzung sind heimische Arten zu verwenden. Für Friedhöfe eignen sich vor allem tief wurzelnde Bäume wie Eiche oder Bergahorn, bei flach wurzelnden besteht die Gefahr von Schäden an den Gräbern.
=> mehr zum Thema Bäume in der Stadt
=> mehr zum Thema Heimische Gehölze
 
•   Zur Gliederung des Friedhofsgeländes, als Sicht- und Windschutz bieten sich Hecken aus heimischen Wildgehölzen an. Wildsträucher sind nicht nur robuster und für die Tierwelt wesentlich wertvoller, sondern oft auch deutlich kostengünstiger.
=> mehr zum Thema Gartenhecken
=> mehr zum Thema Neues Leben aus totem Holz
 
•   Wenn möglich, sollte das Falllaub im Herbst unter den Gehölzen liegen gelassen werden. Gehölzschnitt lässt sich in einer ungestörten Ecke zu einem Asthaufen aufschichten.
 
•   Wege, Plätze und Parkmöglichkeiten am Friedhof müssen befestigt werden. Asphalt ist dafür aber meist nicht notwendig. Kies, Schotter, Rasen oder Holzgitter geben genügend Stabilität, sind aber wasserdurchlässig. Je geringer die Versiegelung desto weniger beeinträchtigt ist eine Fläche.
=> mehr zum Thema Versiegelung – Entsiegelung
 
•   Bei der Wildkrautbekämpfung auf den Wegen ist auf Herbizideinsatz zu verzichten. „Unkräuter“ lassen sich mit mechanischen oder thermischen Methoden beseitigen.
=> mehr zum Thema Straßenunterhalt ohne Gift
 
•   Auch Mauern und Steine sind Lebensräume. Fugenreiche Natursteinmauern dienen einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen als Unterschlupf. Besonders alte Mauern sind schützenswerte Sonderstandorte. Restaurierungen sind daher abschnittsweise und ohne Verschließen von Fugen und Ritzen durchzuführen. Strukturlose Betonmauern lassen sich durch eine Begrünung mit Kletterpflanzen aufwerten.
=> mehr zum Thema Trockenmauern und Steinhaufen
 
•   Grünflächen möglichst extensiv pflegen. Auch auf Rasenflächen lässt sich der Pflegeaufwand reduzieren, wenn robuste Staatgutmischungen mit einem großen Anteil an langsam wachsenden Untergräsern verwendet werden. Wird die Schnitthäufigkeit herabgesetzt, auf Düngung und Herbizide verzichtet, siedeln sich robuste Blumen wie Gänseblümchen, Löwenzahn, Ehrenpreis, Brunelle und Hahnenfuß an. Der Rasen wird bunter, bleibt aber trotzdem begehbar. Überall dort, wo keine Trittfestigkeit erforderlich ist, hat anstelle eines Rasens eine Blumenwiese Platz.
=> mehr zum Thema Öffentliche Grünflächen
=> mehr zum Thema Blumenwiese
=> mehr zum Thema Naturnahe Pflegemaßnahmen
 
•   Gibt es ungenützte Flächen, zB Reserveflächen für eine künftige Friedhofserweiterung, können diese zumindest zeitlich begrenzt der Natur zur Verfügung gestellt werden, indem sie einer natürlichen Entwicklung überlassen oder extensiv und naturnah gepflegt werden.
=> mehr zum Thema Ruderaldflächen
 
 
Naturtipps zur Grabpflege
 
Selbst auf den Gräbern lassen sich Aspekte des Artenschutzes berücksichtigen.
 
•   Die Grabbepflanzung sollte mit standorttypischen Arten durchgeführt werden. Es muss nicht immer die dreimal pro Jahr wechselnde Standardbepflanzung mit Stiefmütterchen, Begonie und Erika sein. Auch unter heimischen Pflanzen finden sich zahlreiche Arten mit Symbolcharakter. Kleines Immergrün und Efeu stehen beispielsweise für Ewigkeit und Unsterblichkeit. Eine kombinierte Bepflanzung aus Bodendeckern, Kleinsträuchern, Frühlingsblühern und sommergrünen Blütenstauden bringt das ganze Jahr hindurch Blüten hervor und garantiert Nahrung für Schmetterlinge und Wildbienen. Eine naturnahe, an die örtlichen Bodenverhältnisse angepasste Bepflanzung hilft zudem, den Wasserverbrauch in den Sommermonaten zu reduzieren.
 
•   Bei der Grabpflege ist auf Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Torf zu verzichten. Ist eine Abdeckung notwendig, sind Holzhäcksel und Rindenmulch geeignete Alternativen. Zur Bodenverbesserung eigenen sich Komposterde oder Rindenhumus. Ziel der Grabpflege ist das liebevolle Andenken an die Verstorbenen, nicht die übertriebene Ordnung und Sauberkeit.
=> mehr zum Thema Ökologische Gartenbewirtschaftung
 
•   Grabsteine aus rauem, regionalem Naturstein bieten Moosen und verschiedenen Flechten Lebensraum.
 
 
Abfallvermeidung auf Friedhöfen
 
•   Bei Gestecken und Kränzen ist darauf zu achten, dass sie aus verrottbaren Materialen bestehen. Geeignete Unterlagen sind Stroh, Holz oder Kartonreifen. Der Bindedraht sollte nicht lackiert oder beschichtet sein. Daher auch keinen Grabschmuck aus Plastikblumen verwenden.
 
•   Eine konsequente Abfalltrennung sollte auch auf dem Friedhof selbstverständlich sein. Insbesondere ist Kunstoffmüll zu vermeiden, indem beispielsweise wieder verwendbare Grablichter aus Glas eingesetzt werden.
 
•   Wird Grünmüll direkt auf dem Friedhofsgelände kompostiert, kann der entstehende Humus vor Ort wieder verwendet werden.
 
 
Unterlagen / Links
 
Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (Hrsg.) (2002): Handeln für die Schöpfung. Natur und Umwelt rund um den Kirchturm. Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA), Recklinghausen, Download auf www.nua.nrw.de
P. Conrad, G. Giese, K. Koch, B. Machatzi, J. Scharon, A. Schönlau, M. Schubert & H. Walligora (2004): Lebensraum Friedhof. Naturschutz auf Friedhöfen. Stiftung Naturschutz Berlin, 30 S., Download pdf (945 kb)
Bund für Umweltund Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Heidelberg (2014): Naturschutz auf dem Friedhof. Heidleberg, 5 S., Download pdf (550 kb)
Natural England: Bats in Churches: a management guide. Natural England Technical Information Note TIN043, 11 S., Download pdf (82 kb)
H. Diefenbacher (205): Kirchen und Lokale Agenda 21 – Der Beitrag von Kirchengemeinden für eine nachhaltige Entwicklung. Arbeitsmaterialie 40, Agenda Büro der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg, Karlsruhe, 62 S., Download pdf (362 kb)  
 

 


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T +43 (0)5574 65564 | F +43 (0)5574 655644
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www.naturtipps.com/kirche.html
Stand April 2009